Martinslaterne basteln: 6 schöne Ideen zum St. Martin
von Muhammad Sultan Umar8 Min. Lesezeit

Martinslaterne basteln: 6 schöne Ideen zum St. Martin – mit Anleitungen aus Pappteller, Papprolle & Filz plus Tipps für den Laternenumzug am 11. November.
- Schwierigkeit
- Einfach
- Zeitaufwand
- 45–90 Minuten
- Kosten
- 2–8 €
Wenn am 11. November die Dämmerung hereinbricht und die ersten Laternen in den Straßen leuchten, geht mein Herz auf: Martinslaterne basteln gehört zu den Ritualen, auf die sich meine Kinder das ganze Jahr freuen. Die Lieder beim Umzug, der warme Schein in kleinen Händen, der Duft von gebrannten Mandeln danach – St. Martin ist einfach magisch.
Doch welche Laterne soll es dieses Jahr sein? Damit du nicht wieder in letzter Minute zum gekauften 08/15-Lampion greifst, habe ich dir hier sechs wunderschöne Ideen zusammengestellt – von der blitzschnellen Regenschirm-Laterne aus Papptellern bis zur edlen Filz-Laterne für größere Kinder. Alle Anleitungen kommen mit Materialliste und Schritt-für-Schritt-Erklärung, sodass wirklich nichts schiefgehen kann.
Gut zu wissen: Der Martinstag erinnert an den heiligen Martin von Tours, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Die Laternenumzüge gehen auf alte Lichterprozessionen zurück – und auf den Brauch, dass Kinder früher mit selbst gebastelten Rübenlaternen durch die Straßen zogen. Eine schöne Geschichte, die du deinen Kindern beim Basteln erzählen kannst!
1. Regenschirm-Laterne aus Papptellern

Die Regenschirm-Laterne aus Papptellern – der Hingucker beim Martinsumzug.
Der Hingucker beim Umzug: Eine Laterne in Regenschirm-Form passt perfekt zum Herbst – und ist in unter einer Stunde fertig. Die bunten Fenster leuchten im Dunkeln wunderschön.
Material:
- 2 Pappteller
- Buntes Pergamentpapier oder Transparentpapier
- Kleber und Schere (für das Ausschneiden der Fenster ggf. ein Cutter für Erwachsene)
- LED-Lichterkette mit Batterie
- Klebeband
- Bommeln oder blaue Papier-Tropfen als Deko
- Garn oder Band zum Aufhängen
So geht's:
- Zeichne auf einen Pappteller mittig die Wellenlinie eines Regenschirms und schneide den Teller entlang dieser Linie durch – du brauchst nur die obere Hälfte.
- Zeichne auf diese Tellerhälfte vier Fenster (die Schirmsegmente) und schneide sie vorsichtig aus. Nutze die fertige Hälfte als Schablone für eine zweite, identische Hälfte.
- Verschließe alle Fenster von innen mit buntem Transparentpapier.
- Dekoriere die Lichterkette mit Bommeln – sie stellen Regentropfen dar. Befestige das Batteriefach mit Klebeband im Inneren einer Tellerhälfte und lasse die Lichter mehrmals nach unten fallen. Achte darauf, dass der An-/Aus-Schalter nach unten zeigt.
- Klebe einen kleinen Stock mit Halter als Schirmgriff auf einen der Teller.
- Befestige eine Schlaufe aus Band zum Aufhängen, trage Kleber auf den Tellerrand auf und klebe die zweite Tellerhälfte dagegen – die Wölbungen zeigen nach außen, sodass ein Hohlraum für das Licht entsteht.
Tipp: Statt Bommeln kannst du auch Tropfen aus blauem Tonpapier ausschneiden und an die Lichterkette hängen – sieht genauso hübsch aus und kostet nichts.
2. Quallen-Laterne aus der Papprolle

Die Quallen-Laterne: Tentakel aus Wolle schweben beim Laufen sanft mit.
Geheimnisvolle Quallen, die durch die Dämmerung schweben – diese Laterne ist bei Kindern ab drei Jahren der absolute Liebling. Die Tentakel aus Wolle bewegen sich beim Laufen sanft hin und her.
Material:
- 1 Papprolle (z. B. von Küchenpapier)
- Temperafarben oder Acrylfarben
- Prickelnadel
- Pfeifenputzer und Wolle für die Tentakel
- Wackelaugen
- Heißkleber (nur für Erwachsene) und Schere
- Micro-LED-Lichterkette
So geht's:
- Schneide das obere Ende der Papprolle halbrund und das untere Ende wellenförmig zu.
- Bemale die Rolle nach Wunsch und lass die Farbe gut trocknen.
- Prickle mit der Prickelnadel kleine Löcher in den unteren Bereich – durch sie scheint später das Licht.
- Kürze Pfeifenputzer und Wollfäden auf die gewünschte Tentakellänge und befestige sie mit Heißkleber am welligen unteren Rand. Verschließe den Rand punktuell mit Heißkleber, damit die Lichterkette später nicht herausrutscht.
- Klebe Wackelaugen auf und male ein freundliches Gesicht.
- Befestige einen weiteren Pfeifenputzer als Aufhängung am oberen Ende und stecke die Lichterkette in die Rolle – fertig schwebt die Qualle los!
3. Haus-Laterne mit leuchtenden Fenstern

Die Haus-Laterne aus der Papiertüte – ideal für kleine Kinderhände.
Aus einer einfachen Papiertüte wird ein gemütliches Häuschen mit leuchtenden Fenstern – diese Idee lieben besonders kleinere Kinder, weil sie die Tüte einfach tragen können. Und wenn Geschwister oder Freunde mitmachen, entsteht im Handumdrehen eine ganze leuchtende Straße.
Material:
- Papiertragetaschen oder stabile Papiertüten
- Buntes Transparentpapier
- Schere und Kleber
- Filzstifte zum Bemalen
- LED-Teelicht
So geht's:
- Schneide in die Papiertüte Fenster und eine Tür – eckig, rund oder mit Herzform, ganz nach Lust und Laune.
- Klebe von innen buntes Transparentpapier über alle Öffnungen.
- Bemale die Tüte wie ein Haus: Dachziegel, Blumen vor der Tür, einen Weg – hier dürfen die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
- Stelle ein LED-Teelicht hinein und knicke den oberen Rand der Tüte leicht nach innen, damit sie stabil steht.
Variante für den Umzug: Stich zwei Löcher in den oberen Rand, fädle Draht durch und befestige die Haus-Laterne an einem Stab. So leuchtet das Häuschen auch beim Laufen.
4. Stern-Laterne aus der Plastikflasche
„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne!" – Diese Stern-Laterne passt perfekt zum Martinslied und ist aus einer leeren Plastikflasche blitzschnell gebaut. Ideal für Schulkinder, die schon genau arbeiten können.
Material:
- 1 eckige, leere Plastikflasche (ca. 1,5 Liter)
- Gelbes Tonpapier
- Sternvorlage zum Ausdrucken oder Abpausen
- Schnur und Kleber
- Schwarzer Filzstift
- Tacker
- Lichterkette oder LED-Kerze
So geht's:
- Drucke eine Sternvorlage aus und schneide Stern und Augen aus.
- Übertrage den Stern zweimal auf gelbes Tonpapier und schneide beide Sterne sorgfältig aus – vergiss den inneren Kreis nicht, damit das Licht durchscheint.
- Schneide die Plastikflasche auseinander – du brauchst nur den unteren Teil (ca. 10 cm hoch).
- Schneide einen Tonpapierstreifen zu, der einmal um den Flaschenboden passt, und klebe ihn herum.
- Klebe je einen Stern vorne und hinten auf und dekoriere mit dem Filzstift.
- Befestige eine Schnur zum Tragen und lege die Lichterkette hinein.
5. Gefaltete Tischlaterne aus Papierstreifen
Diese zarte Laterne ist eigentlich eine Tischdeko – und zwar eine wunderschöne fürs Martinsessen zu Hause. Aus einem einzigen Blatt Papier entsteht durch Falten und Einschneiden ein filigranes Lichtobjekt.
Material:
- Tonkarton DIN A4 (bunt oder bedruckt)
- Schere, Lineal, Bleistift, Bastelkleber
- Kleines Glas und LED-Teelicht
So geht's:
- Schneide das A4-Blatt auf 15 cm Höhe zu.
- Falte die lange Seite in der Mitte.
- Zeichne oben einen Rand von 1,5 cm ein.
- Schneide das Papier bis zu dieser Linie in 1 cm breite Streifen ein.
- Klappe den Streifen auseinander und klebe die beiden Enden zusammen – es entsteht eine runde, gitterartige Laterne.
- Stelle ein kleines Glas mit LED-Teelicht hinein und freu dich über das stimmungsvolle Licht.
Tipp: Mehrere dieser Laternen in verschiedenen Farben und Größen auf dem Esstisch arrangiert – dazu ein paar Kastanien und Blätter – ergeben eine traumhafte Martins-Tafel.
6. Filz-Laterne für größere Kinder
Robust, wetterfest und wunderschön: Die Filz-Laterne hält auch einem windigen Novemberabend stand und ist ein tolles Projekt für Kinder ab etwa acht Jahren – oder für Eltern, die selbst gerne basteln.
Material:
- Filz in Herbstfarben
- Märchenwolle zum Filzen (optional)
- Filznadel und Unterlage (nur für Ältere/Erwachsene)
- Nadel und Faden oder Textilkleber
- LED-Lichterkette
- Schere und Stecknadeln
So geht's:
- Schneide aus Filz vier gleich große Rechtecke als Seitenwände sowie Boden und Deckel zu.
- Verziere die Seitenwände: Filze mit Märchenwolle Blumen, Sterne oder Punkte auf – oder nähe Applikationen aus Filzresten auf.
- Nähe oder klebe die vier Wände zu einem Quader zusammen, befestige Boden und Deckel.
- Schneide in den Deckel eine Öffnung für die Lichterkette und eine kleine Lasche zum Aufhängen.
- Lichterkette einfädeln, einschalten – die Filz-Laterne glüht wunderbar warm.
Tipps für den Laternenumzug
- Früh genug basteln: Plane den Bastelnachmittag ein bis zwei Wochen vor dem 11. November ein – so bleibt Zeit zum Trocknen und für Reparaturen.
- Wetterfest machen: Ein Sprühstoß Klarlack (draußen, von Erwachsenen aufgetragen) schützt Papierlaternen vor leichtem Nieselregen.
- Ersatzbatterien einpacken: Nichts ist trauriger als eine dunkle Laterne auf halber Strecke. Ein Ersatz-LED-Teelicht in der Jackentasche rettet den Abend.
- Lieder üben: „Ich geh mit meiner Laterne", „Laterne, Laterne" und „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind" – mit den Klassikern macht der Umzug doppelt Spaß.
Noch mehr allgemeine Anleitungen findest du übrigens in meinem Beitrag zum Laternebasteln mit Kindern – dort gibt es fünf weitere Ideen aus Milchkarton, Pappteller und Becher.
Fazit: Deine Martinslaterne wartet schon
Ob Regenschirm, Qualle oder Häuschen – Martinslaterne basteln ist so viel mehr als nur Vorbereitung für den Umzug: Es ist gemeinsame Zeit, Kreativität und Vorfreude in einem. Such dir die Idee aus, die zu Alter und Temperament deines Kindes passt, und genießt den Bastelnachmittag zusammen. Und wenn die Laterne dann am 11. November durch die dunklen Straßen leuchtet, weißt du: Das war jede Minute wert.
Häufige Fragen zur Martinslaterne
Wann sollte man die Martinslaterne basteln? Am besten ein bis zwei Wochen vor dem Martinstag am 11. November. So haben Farben und Kleber genug Zeit zum Trocknen, und falls etwas schiefgeht, bleibt genug Zeit für einen zweiten Versuch – ganz ohne Stress.
Welche Laterne eignet sich für Kleinkinder? Für Kinder unter vier Jahren eignen sich stabile, einfache Modelle: die Haus-Laterne aus der Papiertüte oder eine einfache Milchkarton-Laterne. Wichtig ist, dass die Laterne leicht ist und das Kind sie gut tragen kann. Aufwendige Falt- und Schneidearbeiten übernehmen die Erwachsenen.
Was hat St. Martin mit Laternen zu tun? Der Brauch geht auf alte Lichterprozessionen zurück, mit denen schon die frühen Christen den heiligen Martin an seinem Gedenktag ehrten. Außerdem zogen Kinder früher mit selbst gebastelten Fackeln aus Stroh und Laternen aus ausgehöhlten Rüben durch die Straßen – als symbolischen Abschied vom Erntejahr.
Echte Kerze oder LED in der Martinslaterne? Immer LED! Echte Kerzen sind in Papierlaternen – besonders in Kinderhänden und bei Wind – viel zu gefährlich. LED-Teelichter und Mini-Lichterketten mit Batterie sehen genauso stimmungsvoll aus und werden nicht heiß.
Wie wird eine Papierlaterne wetterfest? Leichter Nieselregen ist mit einer Schicht Klarlack-Spray (von Erwachsenen im Freien aufgetragen) meist kein Problem. Bei starkem Regen hilft nur: eine stabilere Laterne wählen – etwa aus Filz oder Plastik – oder die Papierlaterne für drinnen aufheben und auf eine wetterfeste Variante ausweichen.
Häufige Fragen
Wann sollte man die Martinslaterne basteln?
Am besten ein bis zwei Wochen vor dem Martinstag am 11. November. So haben Farben und Kleber genug Zeit zum Trocknen, und falls etwas schiefgeht, bleibt genug Zeit für einen zweiten Versuch – ganz ohne Stress.
Welche Laterne eignet sich für Kleinkinder?
Für Kinder unter vier Jahren eignen sich stabile, einfache Modelle: die Haus-Laterne aus der Papiertüte oder eine einfache Milchkarton-Laterne. Wichtig ist, dass die Laterne leicht ist und das Kind sie gut tragen kann. Aufwendige Falt- und Schneidearbeiten übernehmen die Erwachsenen.
Was hat St. Martin mit Laternen zu tun?
Der Brauch geht auf alte Lichterprozessionen zurück, mit denen schon die frühen Christen den heiligen Martin an seinem Gedenktag ehrten. Außerdem zogen Kinder früher mit selbst gebastelten Fackeln aus Stroh und Laternen aus ausgehöhlten Rüben durch die Straßen – als symbolischen Abschied vom Erntejahr.
Echte Kerze oder LED in der Martinslaterne?
Immer LED! Echte Kerzen sind in Papierlaternen – besonders in Kinderhänden und bei Wind – viel zu gefährlich. LED-Teelichter und Mini-Lichterketten mit Batterie sehen genauso stimmungsvoll aus und werden nicht heiß.
Wie wird eine Papierlaterne wetterfest?
Leichter Nieselregen ist mit einer Schicht Klarlack-Spray (von Erwachsenen im Freien aufgetragen) meist kein Problem. Bei starkem Regen hilft nur: eine stabilere Laterne wählen – etwa aus Filz oder Plastik – oder die Papierlaterne für drinnen aufheben und auf eine wetterfeste Variante ausweichen.

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Muhammad Sultan Umar
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